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Vereinsgeschichte (Chronik)
FC Triengen 1966 -1976
Bericht über die Pionierzeit der Aktivmannschaften Die ersten 10 Jahre waren für den FC eine euphorische, dramatische aber denkwürdige und erfolgreiche Zeit, mitgetragen von der Bevölkerung von Triengen und Umgebung. Hansruedi Kaiser schilderte 1976 diese Jahre wie folgt: «Nachdem der FCT gegründet wurde, ging man natürlich sofort zum Spielbetrieb über. Als erster Freundschaftsspielpartner wählte man Stans aus, das ebenso Neuland betrat wie die Trienger. Resultat 3:3 unentschieden. Erster Torschütze des FCT: Leo Steinmann. Bald begann die Meisterschaft. Unsere Mannschaft musste gleich zu Beginn eine empfindliche 10:0-Niederlage einstecken. Die Sempacher trösteten uns und prophezeiten, dass aus unserer Mannschaft eine gute Truppe werden würde, jedoch zuerst müsse man Erfahrungen sammeln. Für «Moss» Walter Kaufmann war die Welt nicht mehr in Ordnung, so viele blaue Flecken und kein Tor. Auf das erste Meisterschaftstor mussten wir nicht lange warten. Schon einen Sonntag später fiel es in Schötz. Torschütze: Hans Hodel durch einen fantastischen Hechtköpfler. Zwar schaute noch eine 2:1-Niederlage heraus, jedoch der erste Sieg kündigte sich langsam an. Ausgerechnet Aufstiegsaspirant Gunzwil wurde 1:0 «gebodigt». Jeder kämpfte für den andern und zurecht freuten sich die Spieler und die zahlreich anwesenden Zuschauer über den Sieg. Lohn für diese Sensation: Wurst und Brot im Fischerhof, gespendet von den Gönnern. Im Verlaufe der Meisterschaft wurden unsere Spieler wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt. Man musste einsehen, dass nur fleissiger Trainingsbesuch und Disziplin zum Erfolg führen können. Infolge Wegzug des ersten Trainers, Josef Ottiger, wurde bereits nach einem Jahr ein neuer Trainer gesucht. In der Person von Kurt Schumacher, Schötz, wurde ein Trainer gefunden, der von unseren Spielern noch mehr Disziplin forderte, und der sie technisch noch mehr zu schulen wusste, als sein Vorgänger. Hochs und Tiefs wechselten ab und so konnte ein dritter Platz erobert werden. Für die nächste Saison wurde das Ziel Aufstieg gesteckt, was zu diesem Zeitpunkt doch etwas verfrüht schien. Ein grossartiger Turniersieg in Schönenwerd liess die Hoffnungsflamme noch mehr auflodern, doch die Meisterschaftsrunde begann nicht gerade verheissungsvoll.
Unstimmigkeiten im Spielsystem und Differenzen seitens der Spieler führten dazu, dass Kurt Schumacher vom Trainerposten entbunden wurde. Als «Lückenbüsser» sprang Aktivmitglied Hans Hodel in die Lücke. Er verstand es, seine Mannschaft moralisch wieder zusammenzuschliessen. Resultat: 3. Schlussrang! Mit Hans Hodel begann eine neue Aera im FC Triengen. Es wurde eine zweite Viertliga-Mannschaft gegründet. Ihr grösster Erfolg: 2. Platz am Turnier in Muhen. War früher noch das Athletische Trumpf, so bekam die Technikimmer mehr Oberhand. Er pröbelte mit seiner Mannschaft immer wieder Variationen aus, bis er überzeugt
war, die richtige Mischung gefunden zu haben. Auf Anhieb wurde die 1. Stärkeklasse erreicht und nur viel Pech verhinderte den Aufstieg. Aber im nächsten Jahr war es soweit. Im denkwürdigen Spiel gegen Schötz machten die Trienger alles klar. Resutat dieses Spitzenspiels: 2:9. Man darf sagen, dass die Trienger in diesem Aufstiegsjahr besonders erfolgreich waren. Im Schweizer-Cup eliminierte man, zur grossen Überraschung, in Hergiswil den Zweitligisten. Erst eine unglückliche Niederlage gegen Glarus (mit Botteron) verhinderte den Schlagermatch Luzern–Triengen. In diesem Jahr wurde eine dritte Aktivmannschaft gegründet. Erst ein Entscheidungsspiel gegen Willisau schaffte Klarheit über den Drittliga-Gruppenmeister im Jahre 1973. Die Willisauer gewannen 4:1 und die Trienger verloren ihren damals besten Spieler Walter Fischer durch ein derbes Foul des Gegners. Eine ganze Meisterschaftsrunde musste der Pechvogel aussetzen. Er wurde vielerorts abgeschrieben. Er war es, der die Trienger ein Jahr später dank seinen «Töpfen» aus einer bedrohlichen Lage befreite. 1974 trat der Erfolgstrainer Hans Hodel infolge Überlastung von einem Traineramt zurück und überliess seinen Posten Urban Gassmann. Urban wollte ebenfalls in die Stapfen seines Vorgängers treten, jedoch ein arges Verletzungspech und «blöde» Niederlagen brachten ihn fast zur Verzweiflung. Er rief seinen Kollegen Hans Hodel um Hilfe an, und dank der guten Harmonie dieser zwei konnte der Abstieg verhindert werden. Danach übernahm Hans Hodel wieder den Trainerposten. Das grosse Ziel der nächsten Saison ist bestimmt wieder der Gruppensieg, der dank dem guten Nachwuchs, der im FC vorhanden ist, erreicht werden sollte. Über das Tun und Wirken des FC Triengen in den verflossenen 10 Jahren, gäbe es noch viel zu berichten, vielleicht mehr beim 20-Jahr-Jubiläum. Der Gründerpräsident Walter Frey hielt in seinem 1976 verfassten Abschlussbericht fest: 6 Mannschaften Aktive und Junioren bestreiten ihre Meisterschaftsspiele mit Erfolg. Der Club wird getragen von der ganzen Trienger Einwohnerschaft. Er dankt den vielen grossen Gönnern, den Gemeindebehörden und übergibt das Zepter dem neuen verjüngten Vereinsvorstand.
Die Jahre 1976-1986 - schwierige Zeiten
Viele erprobte, gute Spieler wanderten ab oder wechselten zu den Senioren. Die Vereinsleitung hatte grosse Mühe, die erste Mannschaft in der 3. Liga zu halten. Dies erreichte man auch bis zur Saison 1979. Vorher gelangen eigentlich stets gute Mittelfeldplätze. In der Saison 1979/80 jedoch lief alles schief. Der damalige Trainer erkämpfte in der ersten Saisonhälfte nur ein Punkt. Hans Hodel musste einmal mehr die Verantwortung für die 1. Mannschaft übernehmen. In der Rückrunde eroberte man noch 6 Punkte, welche für den Ligaerhalt leider nicht ausreichten. Der Abstieg in die 4. Liga war definitiv.
Bis 1986 war die 1. Mannschaft praktisch jedes Jahr im Kampf um den Wiederaufstieg in die3. Liga. Aber es war wie verhext, denn in den Aufstiegspielen verlor man stets ganz unglücklich. Anderseits wuchs der Verein auf 150 Vereinsmitglieder an. So wurde auch die von Anbeginn erfolgreiche Seniorenmannschaft 1978 gegründet. Darin fanden all die bekannten Trienger Spielerpersönlichkeiten Unterschlupf und neue Herausforderungen. Auch die Vereinsstrukturen wurden ausgebaut und 1983 auf dem Spielfeld Kehr ein erstes Klubhaus errichtet.
Die Jahre 1986 -1996 -neue Sportanlagen Schäracher
Der Verein hat gute Strukturen und zählt gegen 300 Mitglieder. Das erklärte Ziel aller 3 Präsidial-Abschnitte blieb der Wiederaufstieg in die 3. Liga. Zweimal war man nahe dran, man kämpfte darum in Perlen und in Meggen. Es blieb verhext, es klappte nicht. Doch einmal wird es gelingen. Dafür hat man in diesen 10 Jahren grosse Arbeit geleistet und den Aufbau der Juniorenabteilung forciert. Im Dezember 1992 wurde an der Gemeindeversammlung
Triengen der Kredit für den Bau von zwei neuen Fussballfeldern bewilligt. Dieser Entscheid war gleichzeitigder Startschuss für den Bau eines eigenen Clubhauses, das in zweijähriger harter Fronarbeit erbaut wurde und im August 1996 eingeweiht werden konnte. Krönender Abschluss bildete die 30-Jahr-Jubiläumsfeier vom 17. August 1996 und gleichzeitige Einweihung der Sportanlagen.
Die Jahre 1997-2006
Die letzten 10 Jahre muss man wohl als eine harte Zeit bezeichnen. Der Verein wuchs und wuchs, mit dazu die Arbeit für Vorstands-Abteilungs-Mitglieder. Der Aufstieg in die 3. Liga konnte trotz aller Anstrengungen nicht erreicht werden. Gewisse Ermüdungserscheinungen in der Vereinsleitung machten sich bemerkbar. Aber dank einigen ausserordentlich einsatzfreudigen Mitgliedern, konnten die Wettspieltätigkeit und die Nachwuchsförderung durchgezogen werden. Doch es war für alle klar: ein neuer Präsident muss her! Das war denn auch keine leichte Sache. Hinter diesem Entschluss stand jedoch die ganz «alte Garde». Besonders der noch funktionierende Vorstand und der Donatoren-Club FC Triengen unter der Führung von Hermi Giger. Einer war dann auch bereit, in die «Hosen zu steigen», um den FC Triengen neu zu beleben. An der GV 2004 wurde Erich Fries, Dropa Drogerie Triengen, zum neuen Präsidenten des FCT gewählt, nachdem der vorerst während eines Jahres als Geschäftsführer waltete. Mit Erich Fries, ein erfahrener Fussballer, wurden die Zügel gestrafft und ein Ruck erfasste den ganzen Club. Die FCT-Ikone, Walter Fischer, übernahm spontan die zerrüttete 1. Mannschaft und brachte in mühsamer Kleinarbeit Ordnung in die Reihen. Nach 2 Jahren professioneller Trainerzätigkeit übergab er ein neu motiviertes Team seinem Nachfolger Ruedi Giger. Es herrscht heute ein neuer Geist beim FC Triengen. Die geballte Kraft der bewährten Vorstandsmitglieder, die erfolgreich aufspielenden Veteranen und Senioren, der ganze Donatoren Club, unter der neuen Leitung von Alois Fischer (Duli), sowie alle Aktivspieler stehen geschlossen hinter dem neuen Präsidenten. Der Gemeinderat von Triengen, das ansässige Gewerbe, sowie die Industriebetriebe, begrüssen den neuen Elan und unterstützen den FC grosszügig. Mit dieser Rückendeckung plant denn auch die Vereinsleitung, unter dem Präsidenten Erich Fries, eine Ausweitung der Infrastruktur, die dem grossen Verein mit 350 Mitgliedern eine erfolgreiche Zukunft verspricht.
Auf das 40-Jahr-Jubiläum wird das neue Clubhaus mit modernen sanitären Anlagen fertig ausgebaut sein. Weil das Trainingsspielfeld im Kehr noch und noch verschwindet, braucht es Ersatz. Wenn zum gegebenen Zeitpunkt die Bevölkerung und die Gemeindebehörden grünes Licht für ein Allwetterspielfeld geben, sind weitere Probleme gelöst. Mit dem 40-Jahr-Jubiläum wollen wir den Neubeginn würdig begehen und mit grosser Freude in die Zukunft blicken. Wir wollen auch dankbar sein allen unseren Freunden des Fussballsportes.
- 1966 - 1976 --> Gründerpräsident Walter Frey
- 1976 - 1981 --> Urban Gassmann
- 1981 - 1984 --> Leo Steinmann
- 1984 - 1990 --> Adolf Zwimpfer
- 1990 - 1994 --> Toni Bühler
- 1994 - 1999 --> Lorenz Ambühl
- 1999 - 2001 --> Urs Koch
- 2001 - 2003 --> Thomas Müller
- 2003 - 2008 --> Erich Fries
- 2008 - --> Patrick Hunziker